Mobile Tierheilpraxis Geldermann

 

Nicht nur Symptome behandeln - sondern Ursachen erkennen!

September 2017
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Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist ein Ausleitungsverfahren, dem zufolge eine falsche Mischung der Körpersäfte zu Krankheiten führen kann. Schädliche Stoffe werden nach außen befördert, falsch verteilte bzw. gestaute Körpersäfte umverteilt oder abgeleitet.

Paracelsus stellte dies wie folgt dar :

"Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, da hat sie schädliche Stoffe angesammelt und will sie ausleeren. Ist die Natur nicht imstande, diesen Vorsatz selber auszuführen, muss der Arzt eine künstliche Öffnung direkt an der kranken Stelle machen und so Schmerzen und Krankheit rasch heilen"

Ca. 500 v. Chr. gibt es erste Darstellungen der Blutegeltherapie in Indien. In Europa werden die Behandlungen mit Blutegeln erstmals 200 v. Chr. bei den Griechen erwähnt. Die Anwendung setzt sich fort über das Mittelalter bis zur Neuzeit. Die 2-4 cm großen Verwandten des Regenwurms leben in Süßwasser und werden in Blutegelfarmen gezüchtet. Man setzt sie nur einmal ein, obwohl über das Blut aufgenommene Viren und Bakterien nach kurzer Zeit nicht mehr im Egel nachweisbar sind. Dies schließt aus das Infektionen weiter übertragen werden.

Die Wirkung ist auf den Blutverlust und die vom Egel abgegebenen Wirkstoffe begründet. Der Eglin oder Hirudin genannte Wirkstoff wirkt gerinnungshemmend, Lymphstrom stimulierend, antithrombotisch, immunisierend und gefäßkrampflösend. Ebenfalls setzt der Egel Stoffe frei die die Durchblutung fördern.

Aufgrund des Blutverlustes durch den Egel selbst und die mehrere Stunden anhaltende Nachblutung kann man die Blutegeltherapie auch als sanften Aderlass bezeichnen. Giftstoffe und Stoffwechselprodukte werden mit dem Blut ausgeschwemmt und eine entzündungshemmende Wirkung tritt ebenfalls ein. Dies ist auf weitere Stoffe zurückzuführen, die der Egel abgibt.

 

Anwenden kann man die Blutegeltherapie bei entzündlichen Erkrankungen, venöse Erkrankungen, Gelenkserkrankungen, lokalen Infektionen (Furunkel, Karbunkel) und Augenerkrankungen.

Anwendungsgebiete:  

  • Arthritis und Arthrose
  • Rheuma
  • Schultergelenkserkrankungen
  • Abszesse
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Bursitis (Schleimbeutelentzündungen)
  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Hämatome
  • Wundheilungsstörungen